Die Ausbaupläne der Andermatt Swiss Alps AG sind überdimensioniert. Geplant sind 17 neue Anlagen, mit Investitionen von über 200 Millionen Franken.

Um die hohen Kosten zu amortisieren, müsste die Zahl der Skifahrertage in zehn Jahren von 430'000 auf 800'000 steigen. Das entspricht einem Wachstum von 83 Prozent. Anders gerechnet: Pro Tag bräuchte es 10'000 Skifahrer mehr. Wo sollen diese Leute hergeholt werden?

Gemäss einem Bericht der Universität St. Gallen ist bei den Tagestouristen in der Gotthard Oberalp Skiarena eine Steigerung von zehn Prozent realistisch. Die wirtschaftlichen Bedingungen für Anlagen der Skiinfrastruktur sind und bleiben schwierig. Studien zeigen, dass die Nettogewinne von Seilbahnunternehmungen in der Schweiz durchschnittlich bei nur 3,1 Prozent liegen.

Skeptisch gegenüber dem Ausbauprojekt der ausländischen Investoren ist auch Franz Steinegger, Verwaltungsratspräsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen. Steinegger ist dagegen, „das Skigebiet auf Vorrat“ auszubauen. Den Businessplan der ASS könne man „in den Papierkorb werfen“.