Beim Ausbau der ASS spielt der Kanton Uri eine erschreckend unkritische Rolle. Nach Steuergeschenken an Sawiris und der zweifelhaften Finanzierungspolitik der öffentlichen Hand will der Landrat bei der Vergabe von Geldern der Neuen Regionalpolitik (NRP) mehr mitreden und kritisiert auch das Doppelmandat der kantonalen Projektleitung. Die Regierung soll nicht allein entscheiden können - wie beim Sawiris-Resort.

Auch fällt der Nachhaltigkeitsbericht des Kantons zum Ausbau der Skiinfrastruktur erstaunlich positiv aus. Die Urner Regierung hat sich zur 4000-Watt-Gesellschaft bekannt, doch der gigantische Strom- und Wasserbedarf für die künstliche Beschneiung läuft diesen Zielen klar zuwider.

Neue Baubewilligungen sind in Andermatt laut dem unabhängigen Raumplanungsexperten Thomas Ammann nicht vereinbar mit der bundesrätlichen Verordnung über Zweitwohnungen. In der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens sagt Ammann, man könne ausschliessen, dass die vorgesehenen Villen noch gebaut werden könnten. Der verlangte «hohe Detailierungsgrad» sei im Quartiergestaltungsplan «Villen» eindeutig nicht erfüllt. Auch andere Raumplanungsexperten teilen diese Einschätzung.

Für die Urner Justizdirektorin Heidi Zgraggen stellt das aber «Kein Problem» dar. Sie gibt sich überzeugt, dass das Tourismusprojekt in Andermatt nicht betroffen sei von der Zweitwohnungsverordnung. Auch der Andermatter Gemeindepräsident Roger Nager verteidigt das Vorhaben des ägyptischen Grossinvestors.